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Bewegungsspiele im Kindergarten: 40 Ideen, die wirklich funktionieren

Bewegungsspiele im Kindergarten 🤸 40 erprobte Ideen ✓ Nach Alter & Situation ✓ Wenig Material ✓ Jetzt ansehen!

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Termin
September 8, 2026
Ida Maeder
Inhaltsverzeichnis

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Es gibt einen Moment, den jede Kindergartenklasse kennt. Draussen regnet es seit dem Morgen, der Znüni ist gegessen, und die Luft im Raum ist irgendwie zu klein geworden. Zwei Kinder streiten sich um denselben Stuhl. Ein drittes rutscht vom Tisch, ohne dass jemand genau sagen könnte, warum. Und die erwachsene Person im Raum spürt: Was jetzt fehlt, ist keine ruhigere Aktivität. Was fehlt, ist Bewegung.

Bewegungsspiele im Kindergarten gelten oft als das, was man macht, wenn sonst nichts mehr geht – als Ventil, als Pausenfüller, als Überbrückung bis zum Mittag. Das ist verständlich, und es ist ein Missverständnis. Denn in dem, was aussieht wie blosses Herumtoben, passiert entwicklungspsychologisch mehr als in fast jeder anderen Aktivität des Tages. Ein Kind, das über eine Bank balanciert, trainiert nicht nur Gleichgewicht. Es hemmt Impulse, plant Handlungsschritte, verarbeitet Raumbeziehungen und reguliert dabei nebenbei seine eigene Anspannung.

Dieser Leitfaden sammelt, was in der Praxis funktioniert: rund vierzig Bewegungsspiele, sortiert nach Situation, Alter und Raumgrösse – für den Kindergarten ebenso wie für die Kita und für zu Hause. Vor allem aber ordnet er ein, worauf es bei der Auswahl ankommt, denn nicht jedes beliebte Spiel hält, was es verspricht. Wir stützen uns auf den Lehrplan 21, die Bewegungsempfehlungen des Netzwerks hepa.ch, die WHO-Leitlinien für Kinder unter fünf Jahren sowie auf Beobachtungen aus fünfundzwanzig Jahren Alltag mit Kindern zwischen sechs Monaten und sechs Jahren.

Was sind Bewegungsspiele im Kindergarten?

Bewegungsspiele im Kindergarten sind angeleitete oder frei gewählte Spiele, die den natürlichen Bewegungsdrang von Kindern mit einer Spielidee verbinden. Sie fördern gleichzeitig Motorik, Sprache, Konzentration und Sozialverhalten – ohne dass Kinder sie als Übung erleben.

Der Begriff wird im Alltag für sehr Unterschiedliches verwendet, und die Unterschiede sind praktisch relevant. Ein freies Spiel auf dem Aussenplatz, eine angeleitete Bewegungsgeschichte im Kreis und eine Bewegungslektion in der Turnhalle erzeugen nicht dieselben Effekte – und sie brauchen unterschiedlich viel Vorbereitung, Raum und Aufsicht.

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Form

Was es ist

Steuerung durch Erwachsene

Besondere Stärke

Freies Bewegungsspiel

Kinder wählen Ort, Material und Spielidee selbst

Nur Rahmen und Sicherheit

Selbstwirksamkeit, Risikoeinschätzung, Ausdauer

Angeleitetes Bewegungsspiel

Klare Regel oder Spielidee, gemeinsam gespielt

Hoch, mit Raum fĂĽr Varianten

Regelverständnis, Impulskontrolle, Zusammenhalt

Bewegungslandschaft / Bewegungsbaustelle

Aufgebaute Geräte- oder Materiallandschaft zum Erkunden

Mittel: Aufbau ja, Nutzung offen

Kreative Problemlösung, Grobmotorik, Mut

Bewegungsgeschichte

Erzählung, deren Handlung mitbewegt wird

Hoch

Sprachverständnis, Konzentration, Wortschatz

Bewegungslektion in der Halle

Strukturierte Einheit mit Auf- und Abwärmen, im Kindergarten Teil von «Bewegung und Sport»

Sehr hoch

Gezielter Aufbau einzelner Fertigkeiten, Geräteerfahrung

Bewegungspause

Kurze Unterbrechung von zwei bis fĂĽnf Minuten

Hoch, sehr kurz

Aufmerksamkeit zurückholen, Anspannung lösen

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Für den Alltag heisst das: Eine Klasse oder Gruppe braucht nicht das eine richtige Format, sondern eine Mischung. Wer nur angeleitet spielt, nimmt Kindern die Erfahrung, eigene Bewegungsideen zu entwickeln. Wer nur frei spielen lässt, verliert die stilleren Kinder aus dem Blick, weil sie sich selten von allein in die Bewegung begeben.

Kurz erklärt

Warum «Spiel» das entscheidende Wort ist. Kinder im Kindergartenalter bewegen sich nicht, um sich zu bewegen. Sie bewegen sich, weil sie ein Feuerwehrauto sind, weil der Boden Lava ist oder weil sie schneller als der Wolf sein müssen.

Sobald Bewegung zur Übung erklärt wird, sinkt die Beteiligung merklich – besonders bei den Kindern, die motorisch unsicher sind und deshalb am meisten profitieren würden. Die Spielidee ist keine Verpackung. Sie ist der Motor.

Warum Bewegungsspiele mehr sind als Auspowern

Bewegungsspiele wirken weit über die Motorik hinaus: Sie trainieren exekutive Funktionen wie Impulskontrolle und Arbeitsgedächtnis, verankern Sprache über Handlung, regulieren Emotionen und schaffen soziale Aushandlungssituationen, die im Sitzen schlicht nicht entstehen.

Der verbreitetste Denkfehler beim Thema Bewegung lautet: Bewegung ist gut für den Körper, Lernen passiert am Tisch. Die Entwicklungsforschung der letzten drei Jahrzehnte hat diese Trennung gründlich aufgelöst. Wahrnehmung, Motorik und Denken entwickeln sich beim jungen Kind nicht nebeneinander, sondern miteinander – ein Zusammenhang, der in der Kognitionswissenschaft unter dem Stichwort Embodiment diskutiert wird und der schlicht bedeutet: Begriffe brauchen zuerst eine körperliche Erfahrung.

Ein Kind versteht «oben» nicht aus einer Erklärung. Es versteht «oben», nachdem es hundertmal auf etwas hinaufgeklettert ist.

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Entwicklungsbereich

Was Bewegungsspiele konkret bewirken

Beispielhafte Spielformen

Grobmotorik

Laufen, Springen, Klettern, Werfen, Balancieren werden sicherer und ökonomischer

Fangspiele, Bewegungslandschaft, HĂĽpfparcours

Koordination & Gleichgewicht

Aufbau des Gleichgewichtssinns und der Auge-Hand-Koordination

Balancieren, Ballon-Volleyball, Seiltanz

Exekutive Funktionen

Impulse hemmen, Regeln im Kopf behalten, flexibel umschalten

Stopptanz, «Ochs am Berg», Simon sagt

Sprache

Verben, Präpositionen und Adjektive werden handelnd verankert

Bewegungsgeschichte, Präpositionen-Parcours

Sozialkompetenz

Warten, abwechseln, Regeln aushandeln, verlieren aushalten

Kooperationsspiele, Kreisspiele, Staffeln

Emotionsregulation

Anspannung wird körperlich abgebaut statt im Konflikt entladen

Bewegungspausen, Toben mit Regeln, Yoga-Tiere

Selbstwert

Sichtbare eigene Fortschritte: «Gestern kam ich da noch nicht hoch»

Kletterelemente, Bewegungsbaustelle

Gesundheit

Knochendichte, Herz-Kreislauf-System, Schlafqualität, Gewichtsregulation

Alles mit mittlerer bis hoher Intensität

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Besonders aufschlussreich ist der Zusammenhang zwischen Bewegung und den exekutiven Funktionen – jenem Bündel aus Impulskontrolle, Arbeitsgedächtnis und kognitiver Flexibilität, das die Schulreife stärker vorhersagt als der frühe Buchstabenerwerb. Übersichtsarbeiten zeigen dabei ein differenziertes Bild: Nicht jede Form von Bewegung wirkt gleich. Den stärksten Zusammenhang zu kognitiven Leistungen zeigen koordinativ anspruchsvolle Aktivitäten, also Spiele, bei denen Kinder gleichzeitig denken und sich bewegen müssen.

Das hat eine sehr praktische Konsequenz. Zehn Minuten Rennen im Kreis sind gut für Herz und Kreislauf. Zehn Minuten Rennen im Kreis, bei dem auf ein Signal die Richtung wechselt und bei einem zweiten Signal alle erstarren, sind zusätzlich ein Training für genau die Fähigkeiten, die ein Kind im ersten Schuljahr braucht.

In Zahlen

180 Minuten täglich – und mindestens 60 davon strenger. Die WHO empfiehlt für Kinder von drei bis vier Jahren mindestens 180 Minuten Bewegung pro Tag, verteilt über den ganzen Tag, davon mindestens 60 Minuten mit mittlerer bis hoher Intensität. Die Schweizer Bewegungsempfehlungen von hepa.ch nennen für Vorschulkinder ebenfalls mindestens drei Stunden körperliche Aktivität täglich.

Ebenso wichtig ist die Gegenrichtung: Langes ununterbrochenes Sitzen soll vermieden werden. Die Kernbotschaft der aktualisierten Schweizer Empfehlungen lautet schlicht: Jede Bewegung zählt.

Quellen: WHO (2019), Guidelines on physical activity, sedentary behaviour and sleep for children under 5; hepa.ch / BASPO (2023)

Wie viel Bewegung braucht ein Kindergartenkind wirklich?

Kinder im Kindergartenalter sollten sich täglich mindestens drei Stunden bewegen, davon rund eine Stunde mit mittlerer bis hoher Intensität. Entscheidend ist die Verteilung über den Tag – nicht eine einzelne gebündelte Bewegungslektion am Vormittag.

Die Zahl wirkt auf den ersten Blick hoch. In der Praxis erreicht ein Kind sie erstaunlich beiläufig, sofern der Tagesablauf es zulässt: der Kindergartenweg zu Fuss, zwanzig Minuten Aussenraum am Morgen, ein Bewegungsspiel vor dem Znüni, freies Spiel am Nachmittag, der Heimweg. Die drei Stunden entstehen aus Struktur, nicht aus Programm.

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Alter und Stufe

Bewegungszeit pro Tag

Davon mittlere bis hohe Intensität

Typische Beispiele

Säuglinge (0–1 Jahr), Kita

Mehrmals täglich freie Bewegung

–

Bauchlage, Strampeln, Robben

Kleinkinder (1–2 Jahre), Kita

Mindestens 180 Minuten

Anteil enthalten, ohne feste Vorgabe

Gehen, Treppensteigen, Hochziehen

3–4 Jahre: Kita, Spielgruppe und 1. Kindergartenjahr

Mindestens 180 Minuten

Mindestens 60 Minuten

Rennen, Klettern, Schaukeln, Tanzen

5–6 Jahre: 2. Kindergartenjahr

Mindestens 180 Minuten, mehr ist besser

Mindestens 60 Minuten, an 3 Tagen zusätzlich intensiv

Ballspiele, Seilspringen, Velofahren, Schwimmen

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Für den Kindergarten kommt eine rechtliche Vorgabe dazu, die vielen Eltern unbekannt ist: Die Sportförderungsverordnung verlangt, dass im obligatorisch zu besuchenden Kindergarten Bewegung und Sport in den täglichen Unterricht zu integrieren sind. Erst ab der Primarstufe gilt das bekannte Obligatorium von mindestens drei Sportlektionen pro Woche. Für die Kindergartenstufe hat der Gesetzgeber also bewusst nicht auf Lektionen gesetzt, sondern auf Alltäglichkeit – womit die pädagogische Forschung und die Rechtslage ausnahmsweise dasselbe sagen.

Interessanter als die Zielwerte ist die Frage, wo die Zeit verloren geht. Erfahrungsgemäss an drei Stellen: bei langen Übergängen mit Wartezeiten, bei Spielen mit hohem Erklärungsanteil und geringem Bewegungsanteil, und bei Wetterlagen, an denen der Aussenraum ausfällt, ohne dass drinnen ein Ersatz vorgesehen ist.

Achtung

Das Problem ist selten die Hallenlektion – es ist das Sitzen dazwischen. Eine Klasse kann die empfohlenen 180 Minuten deutlich verfehlen, obwohl sie zweimal wöchentlich in die Turnhalle geht. Ausschlaggebend ist die Summe der kleinen Einheiten: Ankommen, Garderobe, Znüni, Übergänge, Warten auf andere Kinder.

Prüfen Sie einen normalen Tag einmal mit der Uhr statt mit dem Gefühl. Die Differenz zwischen geschätzter und tatsächlicher Bewegungszeit fällt in fast jeder Einrichtung zugunsten des Sitzens aus.

Was ein gutes Bewegungsspiel ausmacht: sechs Qualitätsmerkmale

Gute Bewegungsspiele im Kindergarten halten alle Kinder gleichzeitig in Bewegung, kommen mit wenigen Regeln aus, lassen sich in der Schwierigkeit anpassen, scheiden niemanden aus, brauchen kaum Spezialmaterial und funktionieren auch mit zwanzig Kindern.

Diese sechs Kriterien klingen selbstverständlich und sortieren trotzdem einen erheblichen Teil der klassischen Spielesammlungen aus. Vor allem das vierte.

1. Hohe Bewegungszeit pro Kind

Die entscheidende Kennzahl eines Bewegungsspiels ist nicht die Gesamtdauer, sondern der Anteil, den ein einzelnes Kind tatsächlich in Bewegung ist. Bei einer klassischen Staffel mit zwei Reihen à zehn Kindern bewegt sich jedes Kind rund ein Zehntel der Zeit und wartet neun Zehntel. Der Rest ist Zuschauen – und für viele Kinder Frustration.

2. Wenige Regeln, schnell erklärt

Ein Bewegungsspiel, dessen Erklärung länger dauert als drei Minuten, verliert die Klasse, bevor es begonnen hat. Besser ist der umgekehrte Weg: mit einer Minimalregel starten und die Komplexität erst im Spiel erhöhen, wenn alle drin sind.

3. Anpassbare Schwierigkeit

Eine Kindergartenklasse umfasst zwei Jahrgänge, und zwischen dem motorisch sichersten und dem unsichersten Kind liegen oft mehrere Entwicklungsjahre. Gute Spiele haben deshalb eine eingebaute Bandbreite: eine Bank, die man überqueren, überkrabbeln oder umrunden kann. Ein Ziel, das nah oder fern liegt.

4. Niemand scheidet aus

Das klassische Ausscheideprinzip – die Reise nach Jerusalem, klassisches Völkerball, Stopptanz mit Ausscheiden – hat eine unangenehme Eigenschaft: Es entfernt zuerst genau die Kinder aus dem Spiel, die am meisten Übung bräuchten, und lässt sie danach zusehen. Fast jedes dieser Spiele lässt sich mit einer kleinen Regeländerung retten.

5. Wenig oder kein Spezialmaterial

Die besten Bewegungsspiele im Kindergarten funktionieren mit dem, was ohnehin da ist: Zeitungen, Stühle, Decken, Wäscheklammern, Papierbälle, Kreide, Seile.

6. Skalierbar auf die reale Gruppengrösse

Ein Spiel, das mit acht Kindern in einer Kita-Gruppe hervorragend läuft, kann mit zweiundzwanzig Kindergartenkindern zum Chaos werden – und umgekehrt. Die Angabe zur Gruppengrösse gehört deshalb zu jeder Spielbeschreibung.

Häufiger Fehler

Ausscheidespiele – gut gemeint, systematisch kontraproduktiv. Wer bei der Reise nach Jerusalem als Erstes ausscheidet, ist meistens das jüngste oder unsicherste Kind. Es sitzt danach zehn Minuten am Rand, während die geübten Kinder weiter üben. Die Schere öffnet sich mit jeder Runde.

Die Reparatur ist simpel: Stühle werden entfernt, aber keine Kinder. Wer keinen freien Platz findet, setzt sich einem anderen Kind auf den Schoss oder teilt sich den Stuhl. Am Ende sitzen zwölf Kinder auf drei Stühlen und lachen – und alle waren bis zur letzten Sekunde dabei.

40 Bewegungsspiele im Kindergarten – sortiert nach Situation

Die folgenden Spiele sind nach der Frage geordnet, die sich im Alltag zuerst stellt: Wo sind wir gerade, wie viel Platz haben wir, und was soll das Spiel bewirken? Alle Spiele eignen sich für Kinder zwischen drei und sechs Jahren, also für die beiden Kindergartenjahre ebenso wie für die älteren Kita-Gruppen, sofern nichts anderes vermerkt ist.

Bewegungsspiele für drinnen und kleine Räume

Für drinnen eignen sich Spiele mit klarer Struktur und geringem Platzbedarf: Bewegungsgeschichten, Stopptanz mit Auftrag, Zeitungsinseln, «Der Boden ist Lava» und Kriechparcours. Entscheidend ist nicht die Raumgrösse, sondern dass alle Kinder gleichzeitig aktiv sind.

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Spiel

So geht es

Fördert

Material

Stopptanz mit Auftrag

Musik läuft, alle tanzen. Bei Stopp erstarren alle in einer angesagten Form: Baum, Frosch, Buchstabe

Impulskontrolle, Körperbild

Musik

Zeitungsinseln

Zeitungen liegen verteilt. Bei Musikstopp steht jedes Kind auf einer Insel. Nach jeder Runde wird eine Insel gefaltet – Kinder rücken zusammen

Gleichgewicht, Kooperation

Zeitungen

Der Boden ist Lava

Nur markierte Flächen dürfen betreten werden: Kissen, Teppichfliesen, Seile

Sprungkraft, Planung

Kissen, Matten

Kriechparcours

StĂĽhle mit Decken werden zu Tunneln, dazwischen Kurven und Hindernisse

Ganzkörperkoordination, Raumlage

StĂĽhle, Decken

Ballon-Volleyball

Ein Luftballon darf den Boden nicht berĂĽhren. Variante: nur mit dem Kopf, nur mit dem Fuss

Auge-Hand-Koordination, Ausdauer

Luftballon

Bewegungsmemory

Kartenpaare liegen verdeckt am anderen Raumende. Der Weg dorthin fĂĽhrt ĂĽber einen kurzen Parcours

Arbeitsgedächtnis, Ausdauer

Memorykarten

Spiegelbild

Zwei Kinder stehen sich gegenĂĽber, eines fĂĽhrt, das andere spiegelt jede Bewegung

Beobachtung, Feinsteuerung

keines

Riesen, Zwerge, Zauberer

Bewegungsvariante von Schere-Stein-Papier: Zwei Teams einigen sich heimlich auf eine Figur

Absprache, schnelle Reaktion

keines

Wäscheklammern-Jagd

Jedes Kind trägt drei Klammern am Rücken und versucht, andere zu erobern

Tempowechsel, Körperwahrnehmung

Wäscheklammern

BewegungswĂĽrfel

Ein grosser SchaumstoffwĂĽrfel zeigt Bewegungen: hĂĽpfen, drehen, robben, balancieren

Bewegungsvielfalt

WĂĽrfel

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Praxis-Tipp

Die Zwei-Meter-Regel für kleine Räume. Wenn der Raum keine Laufwege hergibt, ersetzen Sie Tempo durch Höhe und Richtungswechsel. Hüpfen, Drehen, Kriechen, Aufstehen und Hinlegen erzeugen auf zwei Quadratmetern dieselbe Intensität wie Rennen auf zwanzig.

Ein Klassiker, der das nutzt: «Auf die Plätze, fertig – hinlegen!» Auf Zuruf wechseln alle so schnell wie möglich zwischen Stehen, Hocken und Bauchlage. Nach zwei Minuten sind alle ausser Atem und niemand ist gerannt.

Kreisspiele: Bewegungsspiele fĂĽr die Sitzkreis-Situation

Kreisspiele verbinden Bewegung mit Struktur und eignen sich besonders für Übergänge. Sie brauchen keinen zusätzlichen Raum, machen Wartezeiten produktiv und geben unsicheren Kindern die Sicherheit einer festen Position im Kreis.

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Spiel

So geht es

Fördert

Kinderzahl

Alle Vögel fliegen hoch

Arme hoch nur bei Tieren, die wirklich fliegen. Wer sich irrt, macht eine Extrabewegung statt auszuscheiden

Aufmerksamkeit, Begriffswissen

ab 6

Zappelmax

Ein Kind zappelt in der Kreismitte, alle ahmen nach, dann wird gewechselt

Nachahmung, Selbstpräsentation

ab 6

Bewegungs-Koffer

«Ich packe meinen Koffer» mit Bewegungen statt Gegenständen – die Kette wird nachgespielt

Arbeitsgedächtnis, Sequenzierung

6–12

Rhythmus weitergeben

Ein Klatsch- oder Stampfmuster wandert reihum durch den Kreis

RhythmusgefĂĽhl, Timing

ab 8

Plumpsack

Ein Kind läuft aussen herum und legt ein Tuch hinter einem anderen ab

Sprintfähigkeit, Reaktion

ab 8

Feuerwehr

Jedes Kind bekommt eine Nummer. Bei Aufruf rennt es einmal aussen um den Kreis

Zahlenverständnis, Tempo

ab 8

Stille Post in Bewegung

Eine kleine Bewegungsfolge wird durch BerĂĽhrung an der Schulter weitergegeben

Genauigkeit, Geduld

6–12

Reise nach Jerusalem – ohne Ausscheiden

Stühle werden entfernt, Kinder nicht. Am Ende teilen sich alle die letzten Plätze

Kooperation, Körperkontakt

ab 6

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Bewegungsspiele ohne Material

Bewegungsspiele ohne Material funktionieren ĂĽberall: im Wartebereich, im Wald, auf der Exkursion. Sie brauchen nur Stimme und Aufmerksamkeit und eignen sich deshalb besonders fĂĽr spontane Situationen, in denen Anspannung entsteht.

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Spiel

So geht es

Fördert

Dauer

Ochs am Berg

Eine Person steht mit dem RĂĽcken zur Gruppe. Bewegung nur, solange gesprochen wird

Impulskontrolle, Körperspannung

5–10 Min.

Simon sagt

Bewegungen werden nur ausgeführt, wenn «Simon sagt» vorangeht

Zuhören, Hemmung

5 Min.

Versteinerungsfangis

Wer gefangen wird, erstarrt und kann durch Durchkriechen befreit werden

Ausdauer, Hilfsbereitschaft

10 Min.

Schattenfangen

Bei Sonne wird nicht das Kind, sondern sein Schatten gefangen

Raumverständnis, Wahrnehmung

10 Min.

Feuer, Wasser, Sturm

Jedes Kommando löst eine feste Bewegung aus: klettern, hinlegen, zusammenrücken

Reaktion, Merkfähigkeit

10 Min.

Tierparade

Alle bewegen sich der Reihe nach wie Elefant, Frosch, Schlange, Flamingo

Bewegungsvielfalt, Fantasie

5 Min.

Farbenlauf

Eine Farbe wird gerufen, alle berühren möglichst schnell etwas in dieser Farbe

Tempo, Farberkennung

5 Min.

Zahlengruppen

Auf eine gerufene Zahl finden sich Gruppen dieser Grösse zusammen

Mengenverständnis, Soziales

5 Min.

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Bewegungsspiele fĂĽr draussen und im Wald

Draussen entstehen Bewegungsanlässe, die drinnen nicht herstellbar sind: unebener Untergrund, Steigungen, Naturmaterial und wechselnde Bedingungen. Waldtage trainieren Gleichgewicht und Risikoeinschätzung besonders wirksam, weil der Boden nie zweimal gleich ist.

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Spiel

So geht es

Fördert

Ort

Zapfenweitwurf

Tannzapfen werden auf Ziele geworfen: Baumstamm, Kreis, Eimer

Wurfkraft, Zielgenauigkeit

Wald

Baum ertasten

Ein Kind wird mit verbundenen Augen zu einem Baum gefĂĽhrt und sucht ihn danach sehend wieder

Tastsinn, Orientierung

Wald

Naturmemory-Lauf

Zu einem gezeigten Naturgegenstand wird ein passendes GegenstĂĽck gesucht und geholt

Ausdauer, Kategorisierung

Wald, Wiese

Waldsofa bauen

Gemeinsam wird aus Ästen und Laub eine Sitzgelegenheit gebaut

Kraft, Kooperation, Planung

Wald

Barfusspfad

Ein kurzer Weg mit unterschiedlichen UntergrĂĽnden wird ohne Schuhe erkundet

Fusssensorik, Gleichgewicht

Wiese, Garten

Katz und Maus

Zwei Kinder jagen einander durch einen Kreis aus Mitspielenden, der Gassen öffnet

Tempo, Richtungswechsel

Aussenplatz

Hüpfkästchen

Mit Kreide gezeichnete Felder werden ein- und beidbeinig durchhĂĽpft

Sprungkoordination, Zahlen

Aussenplatz

Balancierpfad

Randsteine, Baumstämme oder ein Seil auf dem Boden werden überquert

Gleichgewicht, Konzentration

ĂĽberall

Schatzsuche mit Auftrag

Stationen im Gelände enthalten je eine Bewegungsaufgabe

Ausdauer, Merkfähigkeit

Wald, Park

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Ruhige Bewegungsspiele zum Herunterfahren

Nach intensiven Phasen brauchen Kinder eine Brücke zurück zur Ruhe. Ruhige Bewegungsspiele senken die Erregung schrittweise, statt sie abrupt zu stoppen – und verhindern damit die Konflikte, die typischerweise direkt nach dem Toben entstehen.

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Spiel

So geht es

Fördert

Federatmen

Eine Feder oder ein Wattebausch wird ĂĽber den Boden gepustet oder in der Luft gehalten

Atemsteuerung, Fokus

Yoga-Tiere

Katze, Hund, Baum, Schmetterling werden nacheinander eingenommen und gehalten

Körperspannung, Ruhe

Igelrolle

Kinder rollen sich zusammen und rollen langsam ĂĽber eine Matte

Tiefensensibilität

Statuenmuseum

Alle sind Statuen, ein Kind geht als Besucher herum – wer sich bewegt, wird selbst Besucher

Körperkontrolle

WetterrĂĽcken

Auf den Rücken des Nachbarkindes werden Regen, Sonne und Wind gemalt – nur mit dessen Einverständnis

Wahrnehmung, Nähe regulieren

Traumreise mit Bewegung

Eine ruhige Geschichte wird liegend mit minimalen Bewegungen begleitet

Entspannung, Zuhören

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Bewegungsspiele mit Sprachförderung

Sprache und Bewegung lassen sich hervorragend koppeln: Wer «unter dem Tisch durch» krabbelt, während er es hört, verankert die Präposition doppelt. Bewegungslieder, Handlungsanweisungen und Bewegungsgeschichten gehören zu den wirksamsten Formaten früher Sprachförderung.

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Spiel

So geht es

Sprachlicher Fokus

Präpositionen-Parcours

Der Weg führt unter dem Tisch durch, über die Bank, zwischen zwei Stühlen hindurch – jeweils benannt

Raumbegriffe

Bewegungsgeschichte

Eine Geschichte wird erzählt und mitgespielt: durch den Sumpf waten, über den Fluss springen

Verben, Textverständnis

Lautbewegungen

Jedem Laut wird eine Geste zugeordnet, die beim Hören ausgeführt wird

Phonologische Bewusstheit

Bewegungslieder

Lieder mit fester Choreografie, auch in einer Zweitsprache

Wortschatz, Rhythmus

Anweisungsketten

Zwei- bis dreiteilige Aufträge werden ausgeführt: «Hol den blauen Ball und leg ihn unter den Stuhl»

Hörverstehen, Arbeitsgedächtnis

Gegenteil-Lauf

Auf «schnell» wird langsam gegangen, auf «gross» klein gemacht

Adjektive, Flexibilität

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Kurz erklärt

Warum Bewegung beim Zweitspracherwerb hilft. Ein Kind, das eine neue Sprache lernt, versteht Handlungen lange bevor es Wörter versteht. Wenn ein Begriff gleichzeitig gehört und körperlich ausgeführt wird, entsteht eine zusätzliche Gedächtnisspur – der Begriff hängt nicht mehr allein an der Übersetzung.

Das ist der Grund, weshalb Bewegungslieder und Handlungsanweisungen in mehrsprachigen Klassen und Gruppen so gut funktionieren: Sie erlauben Kindern, mitzumachen, bevor sie mitreden können. Genau diese Reihenfolge – erst handeln, dann sprechen – nimmt den Druck aus der stillen Phase.

Bewegungsspiele nach Alter: von der Krippe bis zum Schuleintritt

Bis etwa drei Jahre brauchen Kinder vor allem Gelegenheit und Zeit, ab drei einfache Spielideen, ab vier erste Regelspiele und ab fĂĽnf komplexe Regeln mit Rollen. Angeleitete Bewegungsspiele werden frĂĽhestens ab drei Jahren wirklich sinnvoll.

Ein Kind, das mit vier in den Kindergarten eintritt, bringt eine vierjährige Bewegungsbiografie mit. Ob es auf das Klettergerüst steigt oder daneben stehen bleibt, entscheidet sich selten im Kindergarten – es entscheidet sich in den Jahren davor, in denen es entweder viel Gelegenheit hatte, sich selbst auszuprobieren, oder eben wenig. Deshalb lohnt sich der Blick auf die ganze Spanne, auch wenn das eigentliche Thema der Kindergarten ist.

Krippe und Kleinkindgruppe: ermöglichen statt anleiten

In den ersten drei Lebensjahren braucht Bewegung keine Spielidee. Sie braucht Platz, Zeit und die Zurückhaltung der Erwachsenen. Ein Säugling, der auf einer festen Unterlage liegt und nicht in Positionen gebracht wird, die er nicht selbst einnehmen kann, durchläuft die gesamte motorische Entwicklung vom Drehen über das Robben bis zum freien Stehen aus eigenem Antrieb. Die wirksamste pädagogische Handlung ist in dieser Phase häufig: nicht eingreifen.

Das klingt passiv und ist es nicht. Es bedeutet, die Umgebung so zu gestalten, dass Bewegung dauernd möglich ist – freie Bodenfläche statt Wippen und Sitzschalen, unterschiedliche Untergründe, etwas zum Hochziehen, eine niedrige Stufe, eine Rampe. Es bedeutet auch, Alltagssituationen als Bewegungsanlässe zu nutzen statt als Transportvorgänge: Ein Kind, das selbst zum Wickeltisch krabbelt und selbst hochsteigt, bewegt sich mehr als eines, das getragen wird – und es dauert nur unwesentlich länger.

Was in dieser Phase an «Spielen» dazukommt, sind Interaktionsrituale: Guck-guck, Fingerspiele, das Verschwinden unter einem Tuch, das Fallenlassen und Wiederaufheben. Sie wirken wie Beschäftigung und sind in Wahrheit die Vorform jeder späteren Spielregel – denn sie bestehen aus Abwechslung, Erwartung und Wiederholung, also aus genau den drei Elementen, die ein Regelspiel ausmachen.

Kurz erklärt

Warum unter Dreijährige keine Spielregeln brauchen. Kinder spielen bis etwa drei Jahre überwiegend nebeneinander statt miteinander. Sie beobachten, ahmen nach und übernehmen Bewegungen, aber sie koordinieren ihr Handeln noch nicht mit anderen. Eine gemeinsame Regel setzt genau diese Koordination voraus.

Wer mit Zweijährigen ein Fangspiel versucht, erlebt deshalb meistens dasselbe: Alle rennen, niemand fängt, und nach zwei Minuten macht jedes Kind etwas anderes. Das ist kein Scheitern des Spiels, sondern ein Hinweis auf den Entwicklungsstand. Wirksamer sind in diesem Alter Formate ohne Gegenüber: Parcours, Bewegungslandschaften, Nachahmung.

Ab drei: von der Nachahmung zur Regel

Mit etwa drei Jahren verschiebt sich das Bild. Kinder verstehen jetzt eine Bedingung – «wenn die Musik stoppt, bleibst du stehen» – und finden Freude daran, sie einzuhalten. Damit beginnt die Zeit der angeleiteten Bewegungsspiele. Die Entwicklung von dort bis zum Schuleintritt verläuft in erstaunlich klaren Schritten, wobei jeder Schritt eine eigene typische Stolperstelle mitbringt.

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Alter und Stufe

Motorischer Entwicklungsstand

Passende Spielformen

Typische Stolperstelle

0–12 Monate
Krippe

Drehen, Robben, Krabbeln, Hochziehen, freies Sitzen aus eigenem Antrieb

Bauchlage, Bodenspiel, Guck-guck, Greif- und Tastanlässe

In Positionen bringen, die das Kind nicht selbst einnimmt

1–2 Jahre
Krippe, Kleinkindgruppe

Freies Gehen, Treppensteigen mit Halt, Tragen und Schieben von Gegenständen

Schieben und Ziehen, Ein- und Ausräumen, niedrige Rampen und Stufen

Zu viel Sitzmobiliar, zu wenig freie Bodenfläche

2–3 Jahre
Kita, Spielgruppe

Rennen mit Richtungswechsel, Klettern, erste SprĂĽnge, Ball rollen

Nachahmung, Bewegungslandschaft, Fingerspiele mit Ganzkörpereinsatz

Regelspiele mit Gegenüber – dafür ist es zu früh

3 Jahre
Kita, Spielgruppe

Sicheres Gehen und Rennen, beidbeiniges HĂĽpfen, erstes Klettern

Nachahmungsspiele, Tierbewegungen, einfache Parcours

Regeln mit mehr als einer Bedingung

4 Jahre
1. Kindergartenjahr

Einbeiniges Stehen, Ball mit ganzem Körper fangen, Richtungswechsel

Erste Fangspiele, Kreisspiele, Bewegungsgeschichten

Zu viele Kommandos gleichzeitig

5 Jahre
2. Kindergartenjahr

HĂĽpfen auf einem Bein, Ball gezielt werfen, Balancieren

Regelspiele mit Rollen, Staffeln in Kleingruppen, Ballspiele

Zu lange Wartezeiten

6 Jahre
Ăśbergang zur Primarstufe

Kombinierte Bewegungsabläufe, Seilspringen, Rhythmus halten

Teamspiele, Bewegungsbaustelle, Wettbewerb gegen die eigene Bestleistung

Unterforderung, dadurch Störverhalten

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Ein Hinweis zur Praxis: Die Altersangaben beschreiben Durchschnitte, keine Erwartungen. Zwischen zwei gleichaltrigen Kindern liegen motorisch oft anderthalb Jahre, und das ist normal. Eine Kindergartenklasse umfasst zudem zwei Jahrgänge – der Eintritt richtet sich nach dem kantonalen Stichtag. Deshalb bewährt sich das Prinzip der offenen Aufgabe: dieselbe Bewegungslandschaft, aber jedes Kind sucht sich seinen Weg. Das erspart die Sortierung nach Leistung und erhält die gemeinsame Spielfreude.

Ein zusätzlicher Vorteil der Altersmischung wird oft übersehen: Die Grossen zeigen den Kleinen, wie es geht, und lernen dabei mehr, als wenn sie es nur selbst könnten. Wer eine Bewegung erklärt oder vormacht, muss sie sich zuerst bewusst machen – ein Vierjähriger, der einem Dreijährigen den Kapuzentrick zeigt, hat ihn danach besser verstanden als vorher.

Und schliesslich: Die Übergänge zwischen den Stufen sind die heiklen Momente. Ein Kind, das aus der Kita in den Kindergarten wechselt, kommt aus einer kleinen Gruppe mit vertrauten Bezugspersonen in eine deutlich grössere Klasse. Motorisch ändert sich in diesen Wochen nichts – das Zutrauen aber schon. Wer in dieser Phase beobachtet, dass ein Kind plötzlich nicht mehr klettert, sollte nicht auf die Motorik schauen, sondern auf die Sicherheit im neuen Umfeld.

Bewegungsspiele in den Tagesablauf integrieren

Bewegung wirkt am zuverlässigsten, wenn sie an bestehende Fixpunkte gekoppelt ist statt als Extraprogramm geplant zu werden. Drei kurze Einheiten von je fünf Minuten pro Tag verändern eine Klasse stärker als eine wöchentliche Hallenlektion.

Der häufigste Grund, weshalb gute Vorsätze scheitern, ist nicht fehlende Überzeugung, sondern fehlender Platz im Ablauf. Neue Routinen überleben nur im Windschatten alter. Weil sich Kindergarten und Kita in der Tagesstruktur deutlich unterscheiden – Halbtage mit Stundenplan gegenüber Ganztagsbetreuung mit Ruhezeit –, hier beide Varianten getrennt.

Im Kindergarten: der Unterrichtsmorgen

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Zeitpunkt

Passendes Format

Dauer

Wirkung

Auffangzeit / Ankommen

Freies Spiel mit Bewegungsangebot im Raum

15–20 Min.

Ăśbergang von zu Hause in die Klasse

Nach dem Morgenkreis

Angeleitetes Bewegungsspiel

10–15 Min.

Aufmerksamkeit fĂĽr die folgende Sequenz

Vor dem ZnĂĽni

Kurze Bewegungspause im Kreis

3–5 Min.

Anspannung lösen, Sammeln

Nach dem ZnĂĽni

Aussenraum oder Bewegungslektion in der Halle

30–45 Min.

Hauptanteil der Bewegungszeit

Zwischen zwei Sequenzen

Bewegungsspiel ohne Material

2–3 Min.

Umschalten statt Ermahnen

Vor dem Schluss

Ruhiges Spiel mit klarem Ende

5 Min.

Abschluss, Ăśbergang nach Hause

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In der Kita: der Ganztagesrhythmus

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Zeitpunkt

Passendes Format

Dauer

Wirkung

Bringzeit

Bewegungsbegrüssung: jedes Kind wählt eine Bewegung

2 Min.

Ankommen, Kontakt zur Bezugsperson

Vormittag

Aussenraum, Waldtag oder Bewegungslandschaft

30–60 Min.

Hauptanteil der Bewegungszeit

Vor dem Mittagessen

Ruhiges Bewegungsspiel

5 Min.

Herunterfahren vor dem Tisch

Nach der Ruhezeit

Bewegungspause zum Wachwerden

5–10 Min.

Ăśbergang aus dem Schlaf

Nachmittag

Freies Spiel draussen, Bewegungsbaustelle

30–60 Min.

Selbstwirksamkeit, Ausdauer

Vor der Abholzeit

Kreisspiel mit klarem Ende

5 Min.

Abschluss, Ăśbergang nach Hause

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So gehen Sie vor

In vier Schritten zu mehr Bewegung im Alltag

  1. Messen Sie einen normalen Tag mit der Uhr. Notieren Sie nur, wie viele Minuten die Kinder tatsächlich in Bewegung waren.
  2. Suchen Sie die längste Sitzphase. Dort – und nur dort – setzen Sie eine erste fünfminütige Bewegungspause ein.
  3. Halten Sie dieses eine neue Element vier Wochen durch, bevor Sie ein zweites hinzufĂĽgen. Neue Routinen brauchen diese Zeit.
  4. Räumen Sie erst danach den Raum um: Bewegungsmaterial in Kinderhöhe, freie Fläche in der Mitte, Kletter- oder Balanciermöglichkeit im Aussenbereich.

Material: Was Sie wirklich brauchen

Für Bewegungsspiele im Kindergarten genügt Alltagsmaterial. Zeitungen, Wäscheklammern, Decken, Seile und Kartonschachteln decken den grössten Teil aller Spielideen ab – und sind pädagogisch oft wertvoller als fertiges Turngerät, weil sie mehrdeutig sind.

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Material

WofĂĽr

Warum es gut funktioniert

Zeitungen

Inseln, Bälle, Schwerter, Raschelmaterial

Unbegrenzt verfügbar, geräuschintensiv, ungefährlich

Wäscheklammern

Fangspiele, Sammelaufgaben, Feinmotorik

Verbindet Grob- und Feinmotorik

Decken und TĂĽcher

Höhlen, Tunnel, Schwungtuch-Ersatz

Schafft Räume im Raum

Seile

Wege, Grenzen, Balancierlinien

Definiert Flächen, ohne Möbel zu verschieben

Kartonschachteln

Bewegungsbaustelle, Hindernisse, Fahrzeuge

Mehrdeutig – Kinder erfinden die Funktion

Luftballons

Ballspiele in kleinen Räumen

Langsame Flugbahn, ideal zum Fangenlernen

Teppichfliesen

Markierungen, Rutschbewegungen

Rutschfest oder rutschig, je nach Seite

Kreide

Hüpfkästchen, Bahnen, Ziele

Verwandelt jede Aussenfläche

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Praxis-Tipp

Offenes Material schlägt geschlossenes Gerät. Eine Sprossenwand kann eine Sache: erklettert werden. Fünf Kartonschachteln können ein Zug sein, ein Turm, ein Tunnel, ein Laden und eine Mauer – und jedes Mal steckt eine eigene Bewegungsidee darin.

Faustregel bei der Anschaffung: Je weniger ein Gegenstand vorgibt, desto länger beschäftigt er Kinder. Und desto wahrscheinlicher entstehen Bewegungsspiele, die niemand angeleitet hat.

Sicherheit und Risikokompetenz

Sicherheit bei Bewegungsspielen bedeutet nicht, Risiken auszuschliessen, sondern Gefahren zu beseitigen und kalkulierbare Risiken zuzulassen. Kinder lernen Risikoeinschätzung ausschliesslich dadurch, dass sie Risiken erfahren dürfen – in einer Umgebung, die den Ernstfall abfedert.

Der Unterschied zwischen Gefahr und Risiko ist im Alltag entscheidend. Eine Gefahr ist etwas, das ein Kind nicht erkennen kann: eine lose Bodenplatte, eine Kordel an der Jacke beim Klettern, ein zu schmaler Abstand zwischen zwei Geräten. Gefahren werden beseitigt. Ein Risiko ist etwas, das ein Kind einschätzen kann: eine Höhe, die sich zu hoch anfühlt, ein Ast, der wackelt. Risiken bleiben – denn sie sind der Lerninhalt.

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Bereich

Worauf achten

Konkrete Massnahme

Kleidung

Kordeln, Kapuzen, Schals beim Klettern

Vor Kletteraktivitäten ablegen

Untergrund

Rutschige Böden bei Socken

Barfuss oder mit Antirutschsocken spielen

Raum

Kanten, Ecken, Glasflächen im Laufbereich

Laufwege bewusst weg von Kanten legen

Fangspiele

Unklare Grenzen, unkontrolliertes Ausweichen

Spielfeld vorher sichtbar markieren

Turnhalle

Geräteaufbau, Matten, Sprunghöhen

Aufbau vor der Lektion prĂĽfen, Landezonen freihalten

Wald

Orientierung, Totholz, Zecken

Sichtgrenzen vereinbaren, Kontrolle am Ende des Tages

Klasse oder Gruppe

Sehr unterschiedliche Tempi

Zwei Schwierigkeitsstufen parallel anbieten

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Achtung

Zu viel Absicherung erzeugt genau die Unfälle, die sie verhindern soll. Kinder, die nie klettern durften, schätzen Höhen schlechter ein. Kinder, die nie gerannt sind, stürzen ungeschickter. Die Fähigkeit, sich abzufangen, entsteht durch Übung – nicht durch Vermeidung.

Sinnvoll ist deshalb die Umkehrung der Frage. Nicht: «Was könnte hier passieren?», sondern: «Was passiert, wenn es schiefgeht – und ist das tragbar?» Ein Sturz aus vierzig Zentimetern auf Rasen ist tragbar. Ein Sturz aus derselben Höhe auf eine Betonkante nicht.

Drei Fallbeispiele aus der Praxis

Die folgenden Beispiele sind verdichtete Beobachtungen aus dem pädagogischen Alltag. Sie stehen hier, weil sie etwas zeigen, was Spielesammlungen selten transportieren: dass die Wirkung meistens nicht am Spiel hängt, sondern an einer kleinen Veränderung drumherum.

Fallbeispiel 1: Nino, 5 Jahre – das Kind, das nie mitmachte

Verdichtetes Praxisbeispiel.

Nino ist motorisch unsicher und weiss das. Bei Bewegungsspielen im Kindergarten steht er zuverlässig am Rand, meistens mit einer plausiblen Begründung: Bauchweh, Durst, ein Schuh, der drückt. Das Team hat lange versucht, ihn zu motivieren, mit dem üblichen Ergebnis – je mehr Aufmerksamkeit auf sein Nichtmitmachen fiel, desto fester wurde die Position.

Die Änderung war unspektakulär: Nino bekam eine Rolle mit Bewegung, aber ohne Bewertung. Er wurde Signalgeber beim Stopptanz. Er entschied, wann die Musik anhielt, und dafür musste er sich zum Gerät und zurück bewegen. In der dritten Woche fragte er, ob er auch mal tanzen dürfe, wenn ein anderes Kind die Musik macht.

Gewirkt hat nicht die Motivation, sondern die Reihenfolge: erst eine Position, in der er kompetent war, dann die Bewegung. Nicht umgekehrt.

Fallbeispiel 2: Eine Regenwoche – als drinnen alles eskalierte

Verdichtetes Praxisbeispiel.

Fünf Regentage hintereinander. Die Klasse wurde von Tag zu Tag lauter, die Konflikte häuften sich, und das Team reagierte, wie man intuitiv reagiert: mit mehr Struktur, mehr Sitzkreis, mehr ruhigen Angeboten. Es wurde schlimmer.

Am vierten Tag wurde das Prinzip umgedreht. Drei feste Bewegungsfenster pro Morgen, je acht Minuten, drinnen, mit Zeitungen und Kartonschachteln – gekoppelt an den Morgenkreis, den Znüni und die Schlusssequenz. Der Rest des Programms blieb unverändert.

Die Zahl der Konflikte halbierte sich innerhalb von zwei Tagen. Die Erklärung ist banal und wird trotzdem regelmässig übersehen: Ein Kind, das seine Anspannung nicht über den Körper abbauen kann, baut sie über die Beziehung ab. Der Streit um die grüne Schaufel ist häufig kein Streit um die grüne Schaufel.

Fallbeispiel 3: Mira, 4 Jahre – wenn ein Spiel zu schwierig ist

Verdichtetes Praxisbeispiel.

Die Klasse spielt «Feuer, Wasser, Sturm». Die Kinder im zweiten Kindergartenjahr sind begeistert. Mira, gerade eingetreten, rennt jedes Mal in die falsche Richtung, wird ausgelacht und verlässt nach zwei Runden das Spiel. Die naheliegende Diagnose wäre: noch zu klein für die Klasse.

Das Team stellte stattdessen fest, dass drei Kommandos für sie zwei zu viel waren. In der nächsten Runde gab es nur noch «Feuer» und «Wasser», dafür schneller aufeinanderfolgend. Mira spielte zwölf Minuten mit. Das dritte Kommando kam eine Woche später dazu, und diesmal blieb sie dabei.

Der Punkt: Ein Kind, das bei einem Bewegungsspiel aussteigt, ist selten überfordert vom Spiel. Es ist überfordert von einer Regel. Wer die richtige Regel weglässt, holt das Kind zurück, ohne das Spiel zu ändern. In altersgemischten Klassen ist das die häufigste und die billigste Anpassung überhaupt.

Die häufigsten Fehler bei Bewegungsspielen

Die häufigsten Fehler sind: zu lange erklären, hohe Wartezeiten einbauen, Kinder ausscheiden lassen, ständig neue Spiele anbieten, zu spät aufhören und Bewegung als Belohnung oder Sanktion einzusetzen. Alle sechs kosten Bewegungszeit, ohne etwas dafür zu liefern.

Auffällig ist, was auf dieser Liste nicht steht: die Spielauswahl. Wenn ein Bewegungsspiel im Kindergarten nicht funktioniert, liegt es fast nie am Spiel. Es liegt an der Durchführung – und meistens an einer der folgenden sechs Gewohnheiten, die alle gut gemeint sind und sich deshalb hartnäckig halten.

1. Vollständig erklären, bevor es losgeht

Der Reflex ist verständlich: Erst wenn alle die Regeln kennen, kann das Spiel sauber laufen. In der Praxis passiert das Gegenteil. Kinder im Kindergartenalter halten eine abstrakte Regelbeschreibung höchstens zwei bis drei Sätze lang. Danach beginnt genau das, was die Erklärung verhindern sollte: Zwischenfragen, Zappeln, erste Rangeleien. Und weil die Aufmerksamkeit aufgebraucht ist, muss nach dem Start doch wieder erklärt werden.

Wirksamer ist die umgekehrte Reihenfolge. Sagen Sie das Nötigste in drei Sätzen, zeigen Sie es statt es zu beschreiben, und starten Sie. Alles Weitere kommt im Spiel dazu, wenn die Situation es verlangt. «Ihr rennt zur Wand und zurück» genügt für die erste Runde. Dass man dabei die Wand berühren muss, klären Sie beim ersten Kind, das es vergisst – und dann verstehen es alle, weil sie es sehen.

Ein zweiter Punkt betrifft die Position beim Erklären. Wer vor einer sitzenden Gruppe steht und redet, erzeugt Unterricht. Wer sich in den Kreis stellt und die erste Bewegung selbst vormacht, erzeugt ein Spiel. Der Unterschied ist bei Vierjährigen enorm.

2. Wartezeit einbauen, ohne sie zu bemerken

Wartezeit ist der grösste unsichtbare Kostenfaktor bei Bewegungsspielen. Sie fällt niemandem auf, weil die Klasse beschäftigt aussieht – ein Teil rennt, der Rest schaut zu, alles wirkt geordnet. Rechnet man nach, verschiebt sich das Bild.

Rechenbeispiel

Zwanzig Kinder, zwölf Minuten Staffellauf. Zwei Reihen à zehn Kinder, jedes Kind läuft dreimal, ein Durchgang dauert rund zwölf Sekunden. Macht 36 Sekunden Bewegung pro Kind – in einer Aktivität, die zwölf Minuten Unterrichtszeit gekostet hat.

Dieselben zwölf Minuten als Fangspiel mit zwei Fängerinnen ergeben pro Kind rund zehn Minuten Bewegung. Das ist der Faktor sechzehn, bei identischem Aufwand und identischem Material.

Staffeln haben ihre Berechtigung – sie trainieren Anfeuern, Abwarten und Teamzugehörigkeit. Nur sind sie keine Bewegungszeit, und sie sollten nicht als solche gezählt werden.

Die einfachste Gegenmassnahme heisst: mehr Reihen, kürzere Strecken. Vier Gruppen à fünf Kinder halbieren die Wartezeit gegenüber zwei Gruppen à zehn, ohne dass sich sonst irgendetwas ändert. Die zweite Massnahme ist noch simpler: Geben Sie den Wartenden eine Bewegungsaufgabe. Wer in der Reihe steht, hüpft auf der Stelle, wer angefeuert hat, macht fünf Hampelmänner. Aus Wartezeit wird Nebenbewegung.

3. Kinder ausscheiden lassen

Dieser Fehler ist der bekannteste und wird trotzdem am häufigsten gemacht, weil praktisch alle klassischen Spiele so aufgebaut sind. Entscheidend ist weniger das Prinzip als die Frage, was mit dem ausgeschiedenen Kind geschieht. Ein Kind, das nach vierzig Sekunden am Rand sitzt und den anderen zehn Minuten zusieht, lernt in diesen zehn Minuten etwas – nur nicht das, was Sie vermitteln wollten.

Fast jedes Ausscheidespiel lässt sich mit einem von drei Mustern reparieren. Erstens Erlösung: Wer ausscheidet, bleibt im Spiel und kann durch andere befreit werden – so funktioniert Versteinerungsfangis. Zweitens Rollenwechsel: Wer ausscheidet, wird Fängerin, Schiedsrichter oder Musikverantwortliche. Drittens Materialreduktion statt Kinderreduktion: Bei der Reise nach Jerusalem verschwinden die Stühle, nicht die Kinder.

Alle drei Muster erhalten nebenbei den sozialen Kern des Spiels. Ein Kind, das befreit werden kann, erlebt Hilfsbereitschaft. Ein Kind, das zur Fängerin wird, erlebt einen Rollenwechsel. Ein Kind, das am Rand sitzt, erlebt nur, dass es das erste war.

4. Jeden Tag ein neues Spiel anbieten

Der Druck, ständig Neues zu bringen, kommt selten von den Kindern. Er kommt von der Sorge, sonst zu wenig zu bieten. Für die motorische Entwicklung ist er kontraproduktiv, denn Bewegungslernen funktioniert über Wiederholung. Ein Kind braucht im Schnitt vier bis sechs Durchgänge, bis es eine Spielstruktur so weit durchschaut hat, dass es sich auf die Bewegung konzentrieren kann statt auf die Regel. Wer das Spiel nach zwei Durchgängen wechselt, hält alle Kinder dauerhaft in der Phase, in der sie am wenigsten in Bewegung sind.

Es gibt ausserdem einen Effekt, den man erst nach ein paar Wochen sieht: Ein Spiel, das eine Klasse wirklich kennt, kann sie selbst starten. Bekannte Spiele wandern in die Pausen, in den freien Nachmittag, auf den Pausenplatz – und erzeugen dort Bewegungszeit, die niemand mehr anleiten muss. Neue Spiele tun das nie.

Praktisch bewährt sich ein schmales, dafür sicher sitzendes Repertoire: fünf bis acht Spiele pro Quartal, dazu Varianten. Variieren statt wechseln lautet die Regel. Dasselbe Fangspiel mit verbundenen Spielfeldern, mit zwei Fängerinnen, rückwärts, im Zeitlupentempo – das sind vier neue Spiele für die Kinder und kein einziges für Sie.

5. Zu spät aufhören

Fast jedes Bewegungsspiel hat einen Punkt, an dem es kippt. Davor ist es ein gutes Spiel, danach ist es eine Konfliktquelle – und weil der Übergang schleichend ist, wird er regelmässig verpasst. Der Ärger, den die letzten drei Minuten produzieren, überschreibt dann den Eindruck der vorangegangenen zwölf.

Praxis-Tipp

Drei Signale, dass Sie eine Runde zu früh aufhören sollten. Erstens häufen sich Regeldiskussionen: Wer vorher mitgespielt hat, beginnt zu verhandeln. Zweitens sinkt das Tempo, ohne dass die Kinder müde wirken. Drittens steigen die ersten ein bis zwei Kinder aus, meistens unauffällig, an den Rand.

Wenn eines davon auftritt, ist die aktuelle Runde die letzte. Beenden Sie sie mit einem klaren Schlusspunkt – «noch einmal, dann kommt das Znüni» – statt das Spiel auslaufen zu lassen. Ein Spiel, das im guten Moment endet, wird beim nächsten Mal verlangt. Ein Spiel, das im Streit endet, nicht.

6. Bewegung als Belohnung oder Sanktion einsetzen

«Wer jetzt ruhig ist, darf nachher raus» und «Wenn ihr so weitermacht, fällt das Turnen aus» sind im Alltag naheliegend, weil sie kurzfristig funktionieren. Sie richten aber zweierlei an. Erstens entziehen sie genau den Kindern die Bewegung, die sie am dringendsten brauchen – ruhiges Sitzen fällt fast immer denselben Kindern schwer. Zweitens vermitteln sie eine Einordnung, die lange nachwirkt: Bewegung ist ein Extra, nicht ein Grundbedürfnis.

Dieselbe Logik gilt für Bewegung als Strafe – Runden laufen, Liegestütze, «zehnmal um den Platz». Wer koppeln will, koppelt in die andere Richtung: Bewegung als selbstverständlicher Teil des Ablaufs, der stattfindet, egal wie der Morgen gelaufen ist. Gerade an schwierigen Tagen.

Häufiger Fehler

Der Aussenaufenthalt als Druckmittel. Er ist die verbreitetste Variante dieses Fehlers und zugleich die folgenreichste, weil er den grössten Bewegungsblock des Tages betrifft.

Wenn es an einem Tag wirklich nicht anders geht, entziehen Sie nicht die Bewegung, sondern verschieben Sie sie. «Wir gehen später raus und dafür kürzer» erhält das Prinzip. «Wir gehen heute gar nicht raus» kündigt es auf – und erzeugt am Nachmittag zuverlässig genau das Verhalten, das am Morgen der Anlass war.

Ăśberblick: Was wirkt und was nicht

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Wirkt

Wirkt nicht oder schadet

Regel im Spiel erklären und unterwegs ergänzen

Vollständige Erklärung vor dem Start

Alle Kinder gleichzeitig in Bewegung halten

Staffeln mit langen Wartereihen

StĂĽhle entfernen, Kinder behalten

Ausscheiden bei Fehlern

Ein Spiel mehrmals wiederholen, bis es sitzt

Jeden Tag ein neues Spiel anbieten

Aufhören, solange es noch Spass macht

Spielen, bis die Klasse kippt

Zwei Schwierigkeitsstufen parallel anbieten

Ein Niveau fĂĽr alle, meist das mittlere

Stille Kinder ĂĽber eine Rolle einbinden

Stille Kinder öffentlich auffordern

Als erwachsene Person mitspielen

Vom Rand aus anleiten

Bewegung findet unabhängig vom Verhalten statt

Aussenaufenthalt oder Turnen als Druckmittel

Ein bekanntes Spiel variieren

Jede Woche fĂĽnf neue Spiele einfĂĽhren

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Der Punkt zum Mitspielen verdient eine eigene Bemerkung, weil er der am leichtesten umsetzbare der ganzen Liste ist. Erwachsene, die mitspielen, verändern die Beteiligung deutlich – besonders bei zurückhaltenden Kindern. Der Grund ist weniger das Vorbild als die Verteilung der Aufmerksamkeit: Wer mitspielt, schaut nicht zu. Und wer nicht beobachtet wird, traut sich mehr.

Hinzu kommt ein zweiter, weniger offensichtlicher Effekt. Eine erwachsene Person, die selbst rennt, stolpert, ausser Atem gerät und darüber lacht, liefert nebenbei eine Lektion in Fehlerkultur – dieselbe, die Sie beim Malen oder beim Schuhebinden vermitteln möchten. Kinder ziehen ihre Schlüsse darüber, wie schlimm Ungeschicklichkeit ist, nicht aus dem, was wir sagen, sondern daraus, wie wir mit unserer eigenen umgehen.

Wenn Sie aus diesem Kapitel eine einzige Sache mitnehmen wollen, dann diese: Fast alle sechs Fehler kosten Sie nichts, wenn Sie sie beheben. Kürzer erklären ist nicht aufwendiger als länger erklären. Vier Reihen aufzustellen dauert gleich lang wie zwei. Ein Spiel zu wiederholen ist einfacher, als jeden Tag ein neues zu suchen. Der Ertrag ist trotzdem beträchtlich – meistens ein Mehrfaches der tatsächlichen Bewegungszeit pro Kind.

Woran Sie einen bewegungsfreundlichen Kindergarten oder eine bewegungsfreundliche Kita erkennen

Eine bewegungsfreundliche Einrichtung erkennen Sie an frei zugänglichem Bewegungsmaterial, täglichem Aussenaufenthalt bei jedem Wetter, kurzen Sitzphasen, Kletter- und Balanciermöglichkeiten sowie daran, dass Bewegung im Konzept verankert ist statt nur im Wochenplan.

Der Schweizer Orientierungsrahmen für frühkindliche Bildung, Betreuung und Erziehung benennt Bewegung ausdrücklich als Bildungsbereich, und der Lehrplan 21 führt «Bewegung und Sport» von Beginn des 1. Zyklus an als eigenen Fachbereich. In der Praxis unterscheiden sich Einrichtungen erheblich darin, wie ernst sie das nehmen. Ein Besuch vor Ort gibt darüber mehr Aufschluss als jede Broschüre, wenn Sie wissen, worauf Sie schauen.

Checkliste fĂĽr den Besuch vor Ort

Fragen an einen Kindergarten

  1. Wie ist Bewegung in den täglichen Unterricht integriert – und nicht nur in die Hallenlektion?
  2. Wie oft steht die Turnhalle zur VerfĂĽgung, und wie gross ist die Klasse?
  3. Wie viel Zeit verbringen die Kinder pro Morgen draussen, und was passiert bei Regen?
  4. Gibt es Bewegungspausen zwischen den Sequenzen?
  5. Wie geht die Lehrperson mit einem Kind um, das motorisch unsicher ist?

Fragen an eine Kita

  1. Wie viele Stunden pro Tag sind die Kinder draussen, und gibt es Waldtage?
  2. Können die Kinder Bewegungsmaterial selbst holen, oder wird es ausgegeben?
  3. Gibt es drinnen eine Fläche, auf der gerannt und geklettert werden darf?
  4. Wie viele Kinder betreut eine Fachperson während der Bewegungszeit?
  5. Gibt es zusätzliche Angebote wie Turnen, Schwimmen oder Yoga?
  6. Wird die motorische Entwicklung beobachtet und dokumentiert?

Bei der Frage nach dem unsicheren Kind lohnt sich Hartnäckigkeit. Wenn ein Team spontan ein konkretes Beispiel nennen kann, steckt eine Haltung dahinter. Kommt nur «Wir bewegen uns viel», meist nicht.

Aufschlussreich ist auch, ob Bewegung als eigener Bereich dokumentiert wird. Eine Einrichtung, die die motorische Entwicklung jedes Kindes systematisch beobachtet, kann gezielt fördern – und bemerkt Unsicherheiten, bevor sie zur Vermeidung werden. In der Little Star Day School etwa gehören Musik und Bewegung, Turnen, Schwimmen, Yoga und regelmässige Waldtage sowohl in der Kita als auch im Ganztageskindergarten zum festen Wochenrhythmus, und die Beobachtungen dazu fliessen in das persönliche Entwicklungsportfolio jedes Kindes ein. Solche Instrumente sind kein Selbstzweck: Sie machen sichtbar, wo ein Kind gerade steht – und genau diese Sichtbarkeit entscheidet darüber, ob es den nächsten Schritt angeboten bekommt oder in der Klasse untergeht.

Praxis-Tipp

Der Blick auf den Boden verrät mehr als das Gespräch. Schauen Sie beim Besuch auf die Bodenfläche in der Raummitte. Ist sie frei, wird sie bespielt. Ist sie mit Tischen gefüllt, findet Bewegung anderswo statt – oder gar nicht.

Zweiter Blick: Hängen Jacken und Gummistiefel griffbereit auf Kinderhöhe? Das ist der beste einzelne Indikator dafür, wie oft eine Klasse oder Gruppe tatsächlich nach draussen geht.

Bewegungsspiele fĂĽr zu Hause

Zu Hause funktionieren dieselben Prinzipien wie im Kindergarten, nur in kleinerem Massstab: kurze Einheiten, wenig Material, klare Kopplung an bestehende Abläufe. Fünf Minuten vor dem Abendessen wirken zuverlässiger als der geplante Ausflug am Sonntag.

Eltern fragen häufig nach Ideen für drinnen, und die ehrlichste Antwort lautet: Sie brauchen weniger Ideen als Gelegenheiten. Die drei wirksamsten Massnahmen im Familienalltag kosten nichts.

Erstens: Wege zu Fuss zurücklegen, auch wenn es länger dauert. Der Kindergartenweg ist die zuverlässigste Bewegungszeit des Tages, weil er ohnehin stattfindet – und er ist zugleich ein Übungsfeld für Selbstständigkeit. Zweitens: eine Ecke im Wohnraum, in der Bewegung erlaubt ist – eine Matratze, ein Kissenstapel, ein Seil auf dem Boden. Drittens: Alltagsaufgaben mit Bewegung koppeln. Wäsche im Hüpfen zum Korb bringen dauert genauso lang und fühlt sich anders an.

Situation zu Hause

Spielidee

Dauer

Vor dem Abendessen

Tierparade durch die Wohnung

5 Min.

Regentag

Kissenparcours: Der Boden ist Lava

15 Min.

Warten (Arzt, Bahnhof)

Spiegelbild oder Simon sagt

3 Min.

Aufräumen

Wettlauf gegen ein Lied

4 Min.

Nach dem Bildschirm

Ballon in der Luft halten

10 Min.

Abendritual

Yoga-Tiere und Federatmen

5 Min.

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Häufige Fragen zu Bewegungsspielen im Kindergarten

Was sind die besten Bewegungsspiele im Kindergarten?

Am zuverlässigsten funktionieren Spiele mit einfachen Regeln und hoher Beteiligung: Stopptanz mit Auftrag, «Ochs am Berg», Versteinerungsfangis, Zeitungsinseln und Bewegungsgeschichten. Sie brauchen kaum Material und halten alle Kinder gleichzeitig in Bewegung.

Welche Bewegungsspiele eignen sich fĂĽr drinnen?

Für drinnen eignen sich Spiele ohne Laufwege: Kriechparcours, «Der Boden ist Lava», Ballon-Volleyball, Bewegungswürfel und Spiegelbild. Ersetzen Sie Tempo durch Höhenwechsel – Hüpfen und Aufstehen erzeugen auf kleinem Raum dieselbe Intensität.

Wie lange sollte ein Bewegungsspiel dauern?

Fünf bis fünfzehn Minuten sind für Kindergartenkinder ideal. Entscheidend ist, aufzuhören, solange die Freude noch da ist. Ein Spiel, das zwei Minuten zu lang läuft, endet regelmässig in Streit statt in Zufriedenheit.

Wie viel Bewegung braucht ein Kindergartenkind pro Tag?

Mindestens drei Stunden täglich, davon rund eine Stunde mit mittlerer bis hoher Intensität. Diese Zeit sollte über den ganzen Tag verteilt sein. Ebenso wichtig ist es, lange ununterbrochene Sitzphasen zu vermeiden.

Wie viel Sport ist im Schweizer Kindergarten vorgeschrieben?

Im obligatorischen Kindergarten sind Bewegung und Sport laut Sportförderungsverordnung in den täglichen Unterricht zu integrieren. Das feste Obligatorium von drei Sportlektionen pro Woche gilt erst ab der Primarstufe.

Welche Bewegungsspiele funktionieren ohne Material?

«Ochs am Berg», Simon sagt, Versteinerungsfangis, Schattenfangen, Tierparade, Farbenlauf und Zahlengruppen kommen vollständig ohne Material aus. Sie eignen sich besonders für spontane Situationen unterwegs oder im Wald.

Ab welchem Alter sind Regelspiele sinnvoll?

Erste Regelspiele mit einer einzigen Bedingung funktionieren ab etwa drei Jahren. Mehrere gleichzeitige Regeln ĂĽberfordern viele Kinder im ersten Kindergartenjahr. Reduzieren Sie im Zweifel die Zahl der Kommandos, nicht das Tempo.

Was tun, wenn ein Kind nicht mitmachen will?

Auffordern hilft selten. Wirksamer ist eine Rolle mit Bewegung, aber ohne Bewertung: Signalgeber, Materialverantwortliche, Schiedsrichterin. Aus einer sicheren Position steigen Kinder häufig von selbst ins Spiel ein.

Sind Ausscheidespiele wirklich problematisch?

Ja, denn sie entfernen zuerst die Kinder, die am meisten Übung bräuchten. Fast alle lassen sich reparieren: Bei der Reise nach Jerusalem entfernen Sie Stühle statt Kinder, bis sich alle die letzten Plätze teilen.

Wie fördern Bewegungsspiele die Sprachentwicklung?

Begriffe werden handelnd verankert: Wer «unter dem Tisch durch» krabbelt, während er es hört, speichert die Präposition doppelt. Bewegungsgeschichten, Anweisungsketten und Bewegungslieder gehören deshalb zu den wirksamsten Sprachförderformaten.

Welche Bewegungsspiele beruhigen Kinder?

Ruhige Bewegungsspiele wie Federatmen, Yoga-Tiere, Igelrolle und Statuenmuseum senken die Erregung schrittweise. Wichtig ist der Übergang: Nach intensivem Toben abrupt zur Ruhe zu wechseln, erzeugt meist zusätzliche Konflikte.

Brauchen Bewegungsspiele spezielles Material?

Nein. Zeitungen, Decken, Seile, Wäscheklammern und Kartonschachteln decken den grössten Teil aller Spielideen ab. Offenes Material beschäftigt Kinder länger als fertiges Turngerät, weil sie die Funktion selbst erfinden.

Was mache ich bei schlechtem Wetter?

Möglichst trotzdem nach draussen – mit passender Kleidung ist Regen kein Hinderungsgrund. Ist das nicht möglich, planen Sie drei kurze Bewegungsfenster von je fünf bis acht Minuten drinnen, gekoppelt an bestehende Fixpunkte im Ablauf.

Funktionieren dieselben Spiele in Kita und Kindergarten?

Die meisten ja, aber nicht unverändert. Kindergartenklassen sind grösser und altersgemischt über zwei Jahrgänge, Kita-Gruppen kleiner und jünger. Passen Sie Regelanzahl und Gruppengrösse an, nicht die Spielidee selbst.

Fazit

Bewegungsspiele im Kindergarten sind kein Programmpunkt, den man abhaken kann. Sie sind die Form, in der Kinder in diesem Alter am ehesten lernen – über Sprache, über Regeln, über andere Menschen und über sich selbst. Nicht zufällig verlangt die Sportförderungsverordnung auf dieser Stufe keine Lektionen, sondern tägliche Integration.

Was Sie dabei loslassen dürfen, ist die Vorstellung, dafür brauche es Ausstattung, Ausbildung oder eine freie Stunde im Stundenplan. Die wirksamsten Veränderungen sind klein: eine Regel weglassen, damit das jüngste Kind mitspielen kann. Fünf Minuten Bewegung dort einbauen, wo bisher gewartet wurde. Ein Ausscheidespiel so umbauen, dass niemand am Rand sitzt. Selbst mitspielen statt zuzuschauen.

Und wenn Ihr Kind einen Teil der Woche ausserhalb der Familie verbringt – in der Kita, in der Spielgruppe oder im Kindergarten –, lohnt sich der Blick auf diesen Teil genauso. Fragen Sie nach, wie viel Zeit draussen verbracht wird, ob Kinder klettern dürfen und was passiert, wenn ein Kind nicht mitmachen möchte. Eine Einrichtung, die Bewegung nicht als Ausgleich versteht, sondern als Bildung, nimmt Ihnen ein gutes Stück Arbeit ab – und Ihrem Kind eine Menge Sitzen.

Bewegung bei Little Star

Bei uns gehören Musik und Bewegung, Turnen, Schwimmen, Yoga und regelmässige Waldtage zum festen Wochenrhythmus – nicht als Zusatzangebot, sondern als Teil unseres Early Years Curriculum EYC®. Unser Ganztageskindergarten folgt dabei sowohl dem Schweizer Lehrplan 21 als auch dem International Primary Curriculum.

An unseren vier Standorten in Wollishofen, Sihlcity, Kilchberg und Zug begleiten kleine Gruppen mit festen Bezugspersonen Kinder von sechs Monaten bis sechs Jahren – zweisprachig, mit persönlichem Entwicklungsportfolio und viel Raum, Dinge selbst zu schaffen.

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Quellenverzeichnis

  1. Bundesamt fĂĽr Gesundheit BAG (2024): Bewegungsempfehlungen. https://www.bag.admin.ch/de/bewegungsempfehlungen
  2. Bundesamt für Sport BASPO (2024): Arbeitspapier «Sport in der Schule» – Umsetzung von Art. 49 Sportförderungsverordnung. https://www.baspo.admin.ch/de/obligatorischer-sportunterricht
  3. Bundesamt für Sport BASPO / Netzwerk hepa.ch (2023): Bewegungsempfehlungen Schweiz – Grundlagen. Magglingen. https://www.hepa.admin.ch/de/kinder-und-jugendliche
  4. Bundesamt für Sport BASPO (2025): SOPHYA-Studie – Bewegungsverhalten von Kindern und Jugendlichen in der Schweiz. https://www.baspo.admin.ch/de/sophya-studie-so-bewegen-sich-die-kinder-und-jugendlichen-in-der-schweiz
  5. Beratungsstelle fĂĽr UnfallverhĂĽtung bfu: Sicherheit bei Spiel und Bewegung im Kindesalter. https://www.bfu.ch
  6. D-EDK (2016): Lehrplan 21, Fachbereich Bewegung und Sport, 1. Zyklus. https://www.lehrplan21.ch
  7. Diamond, A. (2013): Executive Functions. Annual Review of Psychology, 64, 135–168.
  8. EDK – Schweizerische Konferenz der kantonalen Erziehungsdirektoren: Kantonsumfrage Sportunterricht, Obligatorium Kindergarten. https://edk.ch/de/bildungssystem/kantonale-schulorganisation/kantonsumfrage/b-2-sportunterricht/
  9. Gesundheitsförderung Schweiz: Projekt «Purzelbaum» – Bewegung und ausgewogene Ernährung in Kita und Kindergarten. https://gesundheitsfoerderung.ch/kantonale-aktionsprogramme-kap/projektfoerderung/gefoerderte-projekte/projekt-purzelbaum
  10. Marie Meierhofer Institut fĂĽr das Kind (2022): Motorische Entwicklung bei Kindern in der Schweiz. https://www.mmi.ch
  11. Netzwerk Kinderbetreuung Schweiz / Schweizerische UNESCO-Kommission (2012, akt. 2025): Orientierungsrahmen fĂĽr frĂĽhkindliche Bildung, Betreuung und Erziehung in der Schweiz. https://www.netzwerk-kinderbetreuung.ch/de/innovation/orientierungsrahmen/
  12. Sibley, B. A. & Etnier, J. L. (2003): The Relationship between Physical Activity and Cognition in Children: A Meta-Analysis. Pediatric Exercise Science, 15(3), 243–256.
  13. Vygotsky, L. S. (1978): Mind in Society: The Development of Higher Psychological Processes. Harvard University Press.
  14. World Health Organization (2019): Guidelines on physical activity, sedentary behaviour and sleep for children under 5 years of age. Genf. https://www.who.int/publications/i/item/9789241550536
  15. Zimmer, R. (2019): Handbuch Bewegungserziehung. Grundlagen für Ausbildung und pädagogische Praxis. Herder, Freiburg.

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